Die Obermoosburg in Schanzen hat ihren Namen vom Kloster und der Grafschaft Moosburg in Bayern. - Sie hatten ihre Besitzungen und Quartiere auf den Oberen Weg der Pilger, der Kreuzfahrer, der Geistlichen und anderer Durstigen in den Süden.

 

 

Als die Grafen von Moosburg um 1273 ausstarben, glaubte Vogt Ulrich von Matsch auf Churburg das Erbe seiner Mutter Sophia Gräfin von Moosburg antreten zu können, doch der Landesfürst Graf Meinhard II. von Tirol verdrängte in seinem Machtbereich den Matscher vom Moosburg Erbe.

Die alte Schanze im Vinschgau überwachte den Besitz des Fürstbischofs von Chur - und um den festen Ansitz Schanzen wurde des Bischofsgut fortschreitend eingekreist.
Die Moosburg in Goldrain, war seit der gewaltsamen Beerbung der Matscher duch Graf Meinhard im Besitze der Landesherren.

 

Die weltlichen Rechte des Churer  Bischofs in Schanzen hörten kurz nach 1600 auf. Der einst reiche Besitz des Kirchenfürsten war auf einige Bauerngüter zusammenge-
schmolzen.

 

Um 1817 ging der Hof in bäuerliche Hand über, die Familie Perfler lebt hier schon in der vierten Generation.

 

  Die Geschichte der Obermoosburg ist kaum aufgeschrieben, Doch finden sich hier stets tüchtige Gefolgsleute des Landesherren von Tirol: die Hendl, die Schulthaus, die Janegger, die Froschauer.